Reifen-Schutz

REKOGA Reifenversicherung: 4 € pro Reifen

Nagel eingefahren, Bordstein erwischt, Reifen zerstochen: Genau die drei Fälle, in denen Kasko fast nie zahlt, deckt die REKOGA Reifenversicherung — für 4 € pro Reifen, 12 Monate lang, bis 500 € je Reifen. Versichert über die EUROPA Versicherung AG.

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Das Produkt

Was drin ist — und wie viel

  • Einfahrschäden: spitze Gegenstände wie Nägel oder Glassplitter
  • Anfahrschäden: zum Beispiel an Bordsteinkanten
  • Vandalismus: mutwillige Beschädigung durch Dritte (mit Polizeiprotokoll)
  • Reparatur vor Ersatz: Ist der Reifen fachmännisch reparierbar, werden die Reparaturkosten zu 100 % erstattet
  • Deckung: bis 500 € inkl. MwSt. je versichertem Reifen über die gesamte Laufzeit
  • Geltung: Deutschland, vorübergehend ganz Europa

Der Beitrag: 4,00 € pro Reifen, Laufzeit 12 Monate ab Kaufdatum — der Vertrag endet automatisch, ganz ohne Kündigung.

Ehrlich gerechnet

Die Profiltiefen-Staffel entscheidet über deine Erstattung

Muss der Reifen ersetzt werden, hängt die Erstattung von der Restprofiltiefe des beschädigten Reifens ab — je mehr Profil noch drauf ist, desto mehr bekommst du:

RestprofiltiefeErstattung beim Ersatz
ab 8 mm100 %
ab 7 mm80 %
ab 6 mm60 %
ab 5 mm40 %
ab 4 mm30 %
ab 3 mm10 %
unter 2 mmkein Anspruch

Übersetzt heißt das: Ein neuer Reifen (Neureifen starten üblicherweise um 8 mm) ist im ersten Jahr praktisch voll geschützt — genau die Phase, in der die Versicherung ohnehin läuft. Wer den Schaden erst bei halb abgefahrenem Profil hat, bekommt anteilig weniger. Fair kommuniziert ist das der Kern des Produkts: ein Neureifen-Schutz für die erste Saison, kein Dauer-Schutzbrief fürs Reifenleben.

Leistungsangaben laut Versicherungsbedingungen RVRE-ABRK-311 und Produktinformationsblatt (Stand der Unterlagen 2026); maßgeblich sind Versicherungsschein und AVB der EUROPA Versicherung AG.

Die Spielregeln

Partnerbetrieb, 14-Tage-Frist, Ausschlüsse

Drei Bedingungen solltest du kennen, bevor du rechnest:

  1. Kauf beim REKOGA-Partnerbetrieb: Versicherbar sind nur fabrikneue Reifen aus dem Partnernetz — und auch der Ersatzreifen im Schadensfall muss von einem Partnerbetrieb kommen.
  2. Aktivierung binnen 14 Tagen: Nach dem Kauf trägst du die Rechnungsdaten im Online-Aktivierungstool ein; es zählt das Kaufdatum auf der Rechnung. Danach ist das Fenster zu.
  3. Klare Ausschlüsse: Felgen, Montage- und Wuchtkosten, Verschleiß, falscher Reifendruck, Unfallschäden, Optik-Mängel, Renn-/Off-Road-Einsatz — und Fahrzeuge über 3,5 t bzw. gewerbliche Nutzung (Taxi, Mietwagen, Kurierdienst).

Für Kratzer, Dellen und Parkschäden an der Karosserie ist stattdessen die Smart-Kasko zuständig, für den Motor- oder Getriebedefekt die Reparaturkostenversicherung — die Reifenversicherung deckt exakt die Lücke am Reifen selbst. Die neutrale Einordnung mit allen Alternativen findest du auf der Reifenversicherungs-Übersicht.

Aus der Praxis

Drei Reifen-Schicksale, einmal durchgerechnet

Fall 1 — der Nagel nach sechs Wochen: Premium-Sommerreifen für 190 €, auf dem Heimweg eine Schraube in der Lauffläche. Die Werkstatt kann fachmännisch reparieren, der Flicken kostet 35 € — die Versicherung erstattet die Reparatur zu 100 %. Beitragsrechnung: 4 € bezahlt, 35 € zurück.

Fall 2 — die Bordsteinkante im Herbst: Gleicher Reifen, aber die Flanke ist nach dem Anfahrschaden nicht mehr reparabel. Restprofil gemessen: über 7 mm. Die Staffel sagt 80 % — bei 190 € Reifenpreis sind das 152 € Erstattung für den Ersatzreifen vom Partnerbetrieb. Wichtig: Montage und Wuchten zahlst du selbst.

Fall 3 — zerstochen auf dem Supermarkt-Parkplatz: Vandalismus ist versichert — aber nur mit Protokoll der Polizeidienststelle. Ohne Anzeige keine Erstattung. Mit Protokoll gilt dieselbe Logik wie oben: Reparatur 100 % oder Ersatz nach Restprofil, ausgezahlt wird binnen zwei Wochen.

Die ehrliche Gegenrechnung gehört dazu: Bei einem 60-€-Standardreifen mit halb abgefahrenem Profil (5 mm → 40 %) stünden 24 € Erstattung gegen 4 € Beitrag und den Aktivierungs-Aufwand — hier trägt sich das Produkt kaum noch. Es ist und bleibt ein Schutz für teure, frische Bereifung.

Schadensfall

Vom Plattfuß zur Auszahlung: der Ablauf

  1. Schaden sichern: Fotos vom Reifen und der Schadenstelle machen, Rechnung des versicherten Reifens bereithalten. Bei Vandalismus zuerst zur Polizei — das Protokoll ist Leistungsvoraussetzung.
  2. Reparatur prüfen lassen: Der Fachbetrieb beurteilt, ob der Reifen fachmännisch reparabel ist. Wenn ja, ist das der beste Fall: 100 % Kostenerstattung.
  3. Ersatz nur beim Partnerbetrieb: Muss ersetzt werden, kaufst du den neuen Reifen wieder bei einem REKOGA-Partnerbetrieb — im Ausland nur nach Zustimmung des Versicherers. Dabei die Restprofiltiefe des beschädigten Reifens dokumentieren lassen (sie bestimmt die Quote).
  4. Einreichen und Auszahlung: Unterlagen einreichen — die Entschädigung ist laut Bedingungen binnen zwei Wochen auszuzahlen.

Der häufigste vermeidbare Fehler passiert übrigens ganz am Anfang: die 14-Tage-Aktivierungsfrist nach dem Reifenkauf zu verpassen. Am besten direkt im Reifenladen aktivieren, solange die Rechnung noch auf dem Tresen liegt.

Einordnung

Wo die Reifenversicherung im Schutz-Baukasten sitzt

Die Reifenversicherung ist bewusst schmal geschnitten — ein 4-€-Baustein für genau eine Lücke. So greifen die Produkte ineinander: Die Kfz-Haftpflicht zahlt Schäden, die du anderen zufügst. Die Teil- und Vollkasko deckt dein Auto bei Diebstahl, Wild, Hagel und Unfall — Reifen aber praktisch nie isoliert. Die Smart-Kasko übernimmt Kratzer, Dellen und Parkschäden an der Karosserie. Die Reparaturkostenversicherung springt bei Defekten an Motor, Getriebe und Elektronik ein — im Schnitt kostet so ein Werkstatt-Schaden 1.975 €. Und der Reifen selbst, das einzige Teil deines Autos mit Straßenkontakt, hat mit diesem Tarif seinen eigenen kleinen Schutz.

Wenn du gerade neue Reifen kaufst, ist die Reihenfolge deshalb simpel: erst prüfen, ob dein Händler REKOGA-Partnerbetrieb ist, dann für 4 € pro Reifen aktivieren — und parallel einen Blick auf die größeren Lücken werfen, die deutlich teurer enden können.

Häufige Fragen

FAQ zur REKOGA Reifenversicherung

Was kostet die REKOGA Reifenversicherung?

4,00 € pro Reifen für 12 Monate Schutz — ein Satz Sommerreifen kostet also 16 €. Der Vertrag endet nach den 12 Monaten automatisch, ohne dass du kündigen musst.

Welche Schäden sind versichert?

Drei Gefahren: Einfahrschäden durch spitze Gegenstände wie Nägel oder Glassplitter, Anfahrschäden etwa an Bordsteinkanten und Vandalismus (mutwillige Beschädigung durch Dritte — hier brauchst du ein Polizeiprotokoll). Pro Reifen sind Schäden bis insgesamt 500 € inkl. MwSt. gedeckt.

Wie viel bekomme ich im Schadensfall erstattet?

Ist der Reifen fachmännisch reparierbar, werden die Reparaturkosten zu 100 % übernommen. Muss er ersetzt werden, richtet sich die Erstattung nach der Restprofiltiefe des beschädigten Reifens: von 100 % bei mindestens 8 mm bis 10 % bei 3 mm — unter 2 mm Restprofil erlischt der Anspruch. Ein fast neuer Reifen ist also voll geschützt, ein abgefahrener kaum noch.

Sind auch die Felgen mitversichert?

Nein — Felgenschäden sind ausdrücklich ausgeschlossen, ebenso Montage-, Wucht- und sonstige Lohnkosten sowie Kleinmaterial wie Ventile. Erstattet wird ausschließlich der Reifen selbst (Material).

Wo muss ich die Reifen kaufen?

Bei einem REKOGA-Partnerbetrieb — die Versicherung gibt es nur für fabrikneue Reifen aus dem Partnernetz. Auch der Ersatzreifen im Schadensfall muss von einem Partnerbetrieb kommen (im Ausland nur nach Zustimmung des Versicherers).

Wie aktiviere ich den Schutz?

Nach dem Reifenkauf gibst du die Rechnungsdaten binnen 14 Tagen im Online-Aktivierungstool von REKOGA ein — es zählt das Kaufdatum auf der Rechnung. Der Schutz beginnt rückwirkend mit dem Kauftag und läuft 12 Monate.

Wer ist der Versicherer hinter dem Produkt?

Die EUROPA Versicherung AG (Köln) — derselbe Risikoträger wie bei der REKOGA Reparaturkostenversicherung. Die REKOGA AG tritt als Vermittler und Dienstleister auf.

Zur REKOGA Reparaturkostenversicherung →

Was ist ausdrücklich nicht versichert?

Normaler Verschleiß und Abnutzung, Schäden durch falschen Reifendruck oder verstellte Fahrwerksgeometrie, Unfallschäden (mechanische Gewalt von außen), rein optische Mängel sowie Renn- und Off-Road-Einsatz. Auch Fahrzeuge über 3,5 t und gewerbliche Nutzung als Taxi, Mietwagen, Fahrschule oder Kurierdienst sind ausgeschlossen.

Gilt der Schutz auch im Ausland?

Grundsätzlich in Deutschland — bei vorübergehenden Aufenthalten gilt er in ganz Europa (bei Russland und der Türkei nur im europäischen Teil).

Für wen lohnt sich die Reifenversicherung?

Am ehesten für teure, neue Reifensätze in der ersten Saison: Solange das Profil über 7 mm liegt, bekommst du 80 bis 100 % ersetzt — bei Premium-Reifen ab 150 € pro Stück stehen 4 € Beitrag einem realen Risiko gegenüber. Je abgefahrener der Reifen, desto kleiner der Nutzen; die Staffel oben zeigt das ehrlich.

In 2 Minuten erledigt

Neue Reifen gekauft? Dann jetzt aktivieren

Rechnung bereithalten, Daten ins Aktivierungstool eintragen, fertig — der Schutz gilt rückwirkend ab Kaufdatum. Denk an die 14-Tage-Frist.

Zum REKOGA-Aktivierungstool